Stimmt das wirklich? Dass man zum Graffitimachen nicht bloß eine leere Wand braucht, zeigt bereits dieser Graffito selbst: Es handelt sich um einen Stencil Graffito, der mit einer Schablone angesprüht wurde. Er befindet sich in Rom im jüdischen Viertel am Marcellustheater. Vielleicht ist er aber auch gar nicht selbstironisch, sondern bezieht sich ganz schlicht auf den Beatlessong „All you need is love“?

Wussten Sie’s? Auch in der Antike wurden Graffiti meist mit speziellen Schreibwerkzeugen gemacht, denn das Ritzen in steinerne oder verputzte Oberflächen bedarf Kraft, Konzentration und eines ausreichend scharfen Gegenstandes. Die pompejanischen Graffiti, die zu Tausenden in den Wandputz von Häusern, Läden, öffentlichen Gebäuden und Gräbern geritzt wurden, machte man mit einem Stilus: mit einem metallenen Schreibgriffel, den man auch zum Schreiben auf Wachstafeln verwendete. Das zeigen die sehr feinen Ritzungen und elaborierten Buchstabenformen, die mit gröberem Gerät gar nicht zu bewerkstelligen gewesen wären.

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